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Das Februarzitat

31. Januar 2010

Wer es ganz genau nimmt, sollte diesen Beitrag erst morgen lesen oder besser das Original anhören für das richtige Gänsehautgefühl, so gegen Ende von Minute 52 fängt es an.

I say to you, this morning, that if you have never found something so dear and so precious to you that you will die for it, then you aren`t fit to live.

You may be 38 years old, as I happen to be, and one day, some great opportunity stands before you and calls upon you to stand up for some great principle, some great issue, some great cause. And you refuse to do it because you are afraid.

You refuse to do it because you want to live longer. You`re afraid that you will lose your job, or you are afraid that you will be criticized or that you will lose your popularity, or you`re afraid that somebody will stab or shoot or bomb your house. So you refuse to take a stand.

Well, you may go on and live until you are ninety, but you are just as dead at 38 as you would be at ninety.

And the cessation of breathing in your life is but the belated announcement of an earlier death of the spirit.

You died when you refused to stand up for right.

You died when you refused to stand up for truth.

You died when you refused to stand up for justice.

— Martin Luther King, Jr.

Ich finde man kann sich auch die ganze Predigt „But If Not“ anhören, als Atheist muss man sich vielleicht ein paar Dinge „umdenken“. ;)

From → Zitate

5 Kommentare
  1. smallie permalink

    Hatte bisher noch keine zusammenhängede Rede von MLK gehört. War aufschlußreich. Mir fällt gerade kein Wort ein, mit dem ich seine Redeweise beschreiben könnte. Irgendwas zwischen Affektion und Manierismus. Dieses Beben in der Stimme bei gewissen Wörtern! „Preacher man“, vielleicht?

    Um der Predigerei ein Stück fernöstlicher Rationalität entgegen zu halten:

    MLK: if you have never found something so dear and so precious to you that you will die for it, then you aren`t fit to live. … You refuse to do it because you want to live longer. … you`re afraid that somebody will stab or shoot [you]

    Das haut nicht ab. Funktioniert nicht. Für eine Idee zu sterben ist grundfalsch. Ich hab doch keinen Jesus-Komplex. Grummel. Dieser Yoshua ben Yussuf ist da mit schlechtem Beispiel vorangegangen. Und sogar die Bürgerrechtler fallen drauf rein.

    Im Osten weiß man das schon länger. Die Chinesen haben eine Liste von 36 Strategien. Manche davon sind sprichwörtlich geworden. Ein Sprichwort lautet: “Das letzte, sechsundreißigste Strategem ist das Beste.”

    Das sechsundreißigste Strategem geht so: “In aussichtsloser Situation ist Weglaufen das Beste.” Oder: “Know when it is best to run.”

    Wer wegläuft kann seiner Sache einen Tag später wieder dienen. Gerade wenn man etwas gefunden hat, das einem wichtig ist, kann man nicht zum Martyrer werden, oder? Ein Kommentator schreibt dazu:

    When overwhelmed, you don’t fight; you surrender, compromise, or flee. Surrender is complete defeat, compromise is half defeat, flight is not defeat. As long as you are not defeated, you have another chance to win.

    Ich kann dazu nur sagen: "words to live by."

  2. Hast du Probleme mit der Technik?
    Ich versuche mal zu erraten was du mir sagen willst.

    Wer wegläuft kann seiner Sache einen Tag später wieder dienen.

    Ich glaube es geht eher darum, dass es prinzipiell unangenehm werden kann sich für etwas einzusetzen, das man als richtig erkannt hat, wenn man sich damit im Konflikt mit seinen Zeitgenossen befindet.

    Das fängt damit an, dass man sich unbeliebt macht, wenn man die Leute im eigenen Umfeld für ihr Verhalten kritisiert, geht weiter damit, dass man eventuell staatliche Repressionen fürchten muss, wenn man seinem Gewissen und nicht dem Gesetzeswortlaut folgt und endet dann damit, dass es Leute gibt, die einen für die Idee, die man vertritt lieber tot sehen, MLK ist leider auch dafür ein Beispiel.

    Weglaufen würde in dem Fall bedeuten den Mund zu halten, nichts zu tun und sich später mal von den eigenen Enkeln fragen lassen zu müssen, warum man damals zugesehen und nichts getan hat.

  3. Mir ist gerade aufgegangen, was dein Problem war, ich habe das mal gerichtet, ich hoffe das ist in deinem Sinne. :)
    Bei html muss man mit den „spitzen Klammern“ aufpassen.
    Übrigens.

  4. smallie permalink

    Danke, das war in meinem Sinne. Sehr sogar.

    Übrigens.

    Hehe. Jetzt kann ich auch posten wie ein Großer.

    RTFM, sagen die Leute immer. Ein kleine Anleitung irgendwo im Blog mit Tipps für noobs wie mich wäre sicher in Ordnung. ;)

    Das fängt damit an, dass man sich unbeliebt macht, wenn man die Leute im eigenen Umfeld für ihr Verhalten kritisiert,

    Ist der Ruf erst mal ruiniert, lebt sich’s gänzlich ungeniert.

    (Ich hasse Sprüche. Aber der scheint ausnahmsweise zu passen.)

    Was die Enkel und den Gesetzeswortlaut betrifft: die Frage: „Hey Opa, warum ham’s dich damals verknackt?“ möchte ich mir eigentlich auch nicht gerne anhören.

  5. Was die Enkel und den Gesetzeswortlaut betrifft: die Frage: “Hey Opa, warum ham’s dich damals verknackt?” möchte ich mir eigentlich auch nicht gerne anhören.

    Ach, wenn du dann antworten kannst, dass ein „unmenschliches“ System dich für deinen selbstlosen Einsatz für andere eingesperrt hat, bist du bestimmt der Robin Hood des Tages. ;)

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