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Aus dem Alltag eines Neuveganers – Mangelerscheinungen

27. November 2009

Tatsächlich beobachte ich schon die ersten veganen Mangelerscheinungen, es mangelt mir nämlich mittlerweile gehörig an der Engelsgeduld und dem gefestigten Nervenkostüm, welches nötig ist um Debatten mit Nichtveganern zu führen. ;)

Davon gibt es eindeutig zu viele, zum Beispiel die „Du isst meinem Essen das Essen weg“-Nichtveganer: Konfrontriert mit Menschen, die Ethik nicht nur richtig buchstabieren, sondern auch in den Alltag integrieren können bleibt ihnen nur der Rückzug auf das was sie für sprühenden Humor halten, während dem Aufgeklärten nicht nur das Essen sondern nun auch das Lachen im Halse stecken bleibt angesichts der tatsächlichen Verhältnisse auf diesem Planeten.

Auch immer wieder willkommen, die „Aristoteles“-Nichtveganer: Bemüht jedes Extrem zu meiden und das Heil immer in der Mitte suchend wittern sie Fanatismus, wo Tierrechte gefordert werden. Dieser Vorwurf bleibt für mich gegenstandslos, solange sie ihn nicht auch gegen Amnesty International richten, abgesehen davon, dass auch Aristoteles schon erkannt hat, dass manche Dinge so grundlegend falsch sind, dass auch ein bisschen davon schon verwerflich ist. Es gibt keine sanfte Vergewaltigung und es gibt kein humanes Schlachten.

Dann gibt es noch die „Ja, aber…“-Nichtveganer, die prinzipiell eingesehen haben, dass ich natürlich Recht habe, aber die Sojamilch im Kaffee schmeckt ihnen einfach nicht. Mal abgesehen davon, dass das nicht mal ansatzweise ein Argument ist (gibt es ein Recht auf gut schmeckenden Kaffee? Wiegt es mehr als das Recht auf Unversehrtheit, Leben und Freiheit?), behaupte ich, dass man diese Leute nur lange genug mit Bildern, Videos und Gelaber belagern muss, bis der Widerstand bricht. Und hier wird sich auch zeigen, dass die vegane Revolution auch durch den Magen gehen muss, ob mir das gefällt oder nicht, jedenfalls habe ich hier schon für vegane Rezepte schwärmende Fleischesser.

Damit ist mein Bedürfnis auch anderen mal Etiketten aufzukleben vorerst befriedigt, ich gehe jetzt einen veganen Schoko-Apfelkuchen backen. :)

 

2 Kommentare
  1. Ok, der Kuchen war so lecker, dass ich das Rezept gleich mal verlinken muss:
    http://veganarts.blogsport.de/2007/11/25/saftiger-schoko-apfel-kuchen/

  2. Ich glaube den Kuchen werde ich direkt mal versuchen, allerdings bin ich chronische Backversagerin;-)

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